Die Ausreise: Goodbye Land der Gedanken

Es ist vier Uhr morgens. Meine beiden Männer sind im Land der Träume. Ich bin im Land der Gedanken. Hello again! Es ist ein Land, in dem sich hauptsächlich Frauen aufhalten. Grübeln, Pläne schmieden, alles zerdenken. Kann ich bitte ein Visum für’s Land der Träume bekommen und mit den sorglosen Männern einfach chillen?

Im Ernst, muss das sein? Müssen wir Frauen unseren Schlaf opfern, um ach so wichtige Dinge zu bedenken? Um uns dann morgens gerädert, aber erleuchtet zu fühlen? Neeeeein! Ich will das nicht mehr. Ich will die Nacht nutzen, um mich auszuruhen und am Tag jede Minute produktiv sein. Kann ich das nicht irgendwie hinbekommen? Männer schaffen das doch auch ganz easy.

Außer Müdigkeit kommt nichts dabei rum

Während mein Freund im Handumdrehen abends einschläft, schnarcht, einfach nur genüsslich pennt, liege ich angespannt daneben. Starre an die Wand. Lasse Gedanken kreisen. Mal komme ich zu erfolgreichen Erkenntnissen, mal war das Ganze für die Katz und es kam nichts dabei rum. Außer verloren gegangene Zeit. Verloren gegangener Schlaf! Macht das die Welt besser? Ändert das was? Juckt das wen? Nö. Also: Aufhören damit. Schlafen. Happy sein. Und gefälligst tagsüber mal denken.

Wie das klappen kann? Ich muss mir tagsüber etwas mehr Me-Time schaffen, in der ich in Ruhe meine Gedanken kreisen lassen kann. Vollkommene Ruhe, nur für mich. Gut, mit Kind, das gerade in einem Alter ist, in dem es alles entdecken möchte, ist nicht so leicht. Plus: In seinen Schlafenszeiten kann ich auch nicht in Ruhe sein. Denn dann stehen Haushalt und Texte an. Aber davon lass ich mich doch nicht unterkriegen!

Trotz Verpflichtungen „Gedanken-Zeit“ schaffen

Also gibt’s Me-Time mit Kind. Hö? Ja klar: beim Spaziergang mit Buggy zum Beispiel. Der kleine Mann kann durch die Gegend gucken, sich amüsieren, ich kann etwas nachdenken. Und: Nach dem Laufen bin ich abends so müde, dass ich den Kopf auch mal ausschalten kann. Klingt nach nem guten Plan, oder? Auch Sport hilft dabei, das Gedanken-Karussell anzuhalten. Oder man lässt den Gedanken freien Lauf, bei einem Telefonat mit Freundinnen oder beim Coffee-Date. Dann sind sie raus, man hat Feedback bekommen und kann doch eigentlich die Nacht für das nutzen, wofür sie vorgesehen ist: zum Schlafen. Gute Nacht!

Habt ihr noch andere Tipps, wie ich dem nächtlichen Gedanken-Karussell entkommen kann? Und kennt ihr das auch? Oder bin ich damit völlig allein?

2 thoughts on “Die Ausreise: Goodbye Land der Gedanken

  1. Mir hilft Musik immer dabei auf gute Gedanken bzw. auf gar keine Gedanken sondern nur einfach eine positive Grundstimmung zu kommen. Und sie regt zu Träumen an. Probier das doch mal beim Einschlafen.

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