Wir brauchen mehr Selbstliebe

Liebt euch wieder mehr selbst – gerade in Zeiten wie diesen

Dieses Jahr wird sicherlich für viele negativ in Erinnerung bleiben. Den Grund muss ich an dieser Stelle sicher nicht ausführen. Aus meiner Sicht hatte 2020 aber auch gute Seiten und hat uns alle dazu gezwungen, uns wieder mehr mit uns selbst zu beschäftigen. Und zumindest in meinem Fall hat die Corona-Pandemie dazu geführt, dass ich mir wieder mehr Selbstliebe entgegenbringe und mich von gesellschaftlichen Zwängen freimache – und dass ich auch vermeintliche „Schönheitsfehler“ nicht nur akzeptiere, sondern sie wertschätze und mag. Und ich finde: Das sollten wir alle viel mehr machen.

Dazu zählt zum Beispiel auch, dass wir das ein oder andere zusätzliche Kilo nicht (mehr) hassen und unbedingt wegtrainieren oder weghungern wollen. Sondern dass wir viel eher sagen sollten: Wir lieben alles an unserem Körper! Eine Zahl ist schließlich wirklich nur eine Zahl, egal, ob es ums Gewicht oder die Kleidergröße geht. Viel wichtiger: dass man sich wohl fühlt. Und wenn man sich selbst liebt, ist alles andere sowieso egal, denn dann strahlt man diese Schönheit auch aus.

Wir sollten zusätzliche Kilos nicht verstecken oder kaschieren, sondern sie hervorheben und in Szene setzen. Gerade an den anstehenden Feiertagen sollten wir sie präsentieren, uns richtig schön in Schale werfen und zum Beispiel weihnachtliche Mode jenseits einer 40 richtig zelebrieren, gerade in Zeiten wie diesen. Wir sind viel mehr bei uns und nur mit uns selbst bzw. mit unseren engsten Liebsten – und da sollten wir uns wieder mehr auf Dinge abseits von gesellschaftlichen Vorgaben konzentrieren: ehrliche Gespräche, Herzlichkeit und bedingungsloser Support in allen Bereichen. Der Druck nach einem vermeintlich „perfekten“ Körper sollte doch wirklich kein Thema mehr sein – vielmehr sollten wir uns feiern, wie wir sind. Egal, ob mit mehr oder weniger Kilos.

Schönheit ist unabhängig von der Figur

Gerade in der Corona-Krise, schier endlosen Monaten im Homeoffice, geschlossenen Fitnessstudios und weniger Bewegung im Alltag haben sich doch sicher einige von uns körperlich verändert. Während aber auf Instagram und Co. oft noch suggeriert wird, dass man trotz schwieriger Zeiten super durchtrainiert und vor allem schlank sein muss, kann ich nur sagen: Ich hoffe, dass dieser Druck bald gänzlich verschwunden ist und wir wieder mehr zeigen: Schönheit ist von der Kleidergröße und der Figur unabhängig. Viel mehr geht es um Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Glücklicherweise sind Plus-Size-Models aber immer präsenter in unserem Alltag und zeigen, dass die Kleidergröße abseits von 36 und 38 viel normaler sein sollten.

Leider ist das bei vielen Modeketten aber noch nicht angekommen. Eine große Kette hat schließlich gerade erst große Größen aus den Geschäften verbannt und stellt sie nur noch online bereit. Ich finde: Das ist definitiv ein Schritt in die falsche Richtung! Vermeintlich „große“ Größen sind viel gängiger als man denkt. Und sollten viel besser zugänglich gemacht werden. Und weniger als „zu viel“ oder ungewöhnlich verkauft werden, sondern als normal und genau richtig.

Ein Shop, der das vorbildlich macht, ist übrigens Happy Size. Hier gibt es nicht nur eine schöne modische Auswahl, sondern vor allem der Name ist Programm: Seid happy – und lasst euch nicht von der Gesellschaft vorgeben, wie ihr auszusehen habt oder lasst euch einreden, es sei zu viel. Es ist nämlich genau richtig!

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