corona krise gedanken mama alleinerziehend

Was wir aus der Krise für die Zukunft mitnehmen

Seit fast zwei Monaten ist irgendwie alles anders – das muss ich euch ja nun wirklich nicht erzählen. Für uns bedeutet das seither: Mein Sohn kann nicht in die Kita, ich arbeite mit ihm gemeinsam von zu Hause aus, kann mich nicht wie sonst mit Spielplatz-Dates ablenken, Freunde wie gewohnt treffen, und, und, und. Aber irgendwie hat das alles auch etwas Gutes: Ich konnte mich mal wieder ganz auf mich selbst besinnen. Und merken, was mir und meinem kleinen Mann gar nicht so wichtig ist – und was uns wirklich in diesen Zeiten fehlt.

Das ist auf jeden Fall der Kontakt zu engen Freunden und der Familie. Ich habe gemerkt, wie sehr man seine Liebsten um sich herum braucht – und zwar regelmäßig und vor allem physisch. Umarmungen, Face-to-Face-Gespräche und all das andere, das nur mit einem ganz ausgewählten Kreis möglich ist, fehlen mir total. Und auch Mini vermisst Freunde und Familie, die er sonst immer um sich herum hat und spürt, dass irgendwas nicht stimmt. In solchen Zeiten merkt man allerdings auch, wer einem wirklich von Herzen fehlt – und auf wen man im Notfall verzichten könnte. Auch das ist wichtig zu erkennen!

Die Corona-Krise hat nicht nur negative Auswirkungen

Etwas, das mir dagegen gar nicht fehlt – und das auch schon in den letzten sechs Jahren nicht – ist es, in den Urlaub zu fahren. Ich muss nicht nach Italien, Spanien und Co., um freie Zeit genießen und abschalten zu können. Ich kann das auch prima zu Hause und im Garten. Ich brauche auch keine wöchentlichen Shopping-Touren, um happy zu sein. So ein Luxus ist vollkommen verzichtbar – auch das wurde mir in den letzten Wochen bestätigt.

Man merkt, wenn man sich nur auf sich konzentriert, was wirklich dazu führt, glücklich zu sein. Und für mich ist das vor allem gerade die quality time mit meinem kleinen Mann und die Entschleunigung vom Alltag. Sonst hieß es immer: früh aufstehen, Mini zur Kita bringen, zur Arbeit, Mini abholen, Spiel-Spaß-Action, Haushalt, Einkauf, Erledigungen und keine Zeit zum Durchatmen. Jetzt weiß ich, dass ich auch in Zukunft öfter mal den Pausenknopf drücken muss. Dass wir statt um sechs Uhr auch mal um acht Uhr aufstehen können – ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen oder zu denken, man würde etwas verpassen oder sei faul. Und das ist etwas, was ich definitiv aus dieser Zeit mitnehmen werde.

Ich werde mich auch nach der Krise definitiv auf die Kontakte und die Dinge beschränken, die mich wirklich glücklich machen und mir ein gutes Gefühl geben. Und davon braucht es wirklich nicht viel, sondern einfach nur die richtigen.

2 thoughts on “Was wir aus der Krise für die Zukunft mitnehmen

  1. Schön, wie du deine widersprüchlichen Gefühle beschreibst. Ich kann beides (auch ohne Kinder) sehr nachempfinden! Ich hoffe nur, dass man auch nach Corona – wann auch immer das sein mag – sich an diese Erkenntnisse erinnert und nicht gleich zurück in alte Muster fällt. Ich finde nämlich auch total spannend zu merken, wie wenig man z.B. eigentlich shoppen vermisst. 😀

    1. Oh ja, das hoffe ich auch 😉 Weniger Urlaube und weniger Konsum tun uns allen und der Umwelt sehr gut 🙂

Schreibe eine Antwort zu Johanna Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.